Zweites Kind und erste Tochter des Wirklichen Kaiserlichen Rats
Johann Caspar G. (1710-1782) und dessen Ehefrau
Catharina Elisabeth, geb. Textor (1731-1808). Sechs Geschwister:
Johann Wolfgang G. (1749-1832); Hermann
Jacob G. (1752-1759); Catharina Elisabetha G. (1754-1756); eine totgeborene Schwester (1756); Johanna Maria G. (1757-1759); Georg Adolph G. (1760-1761). Verheiratet (seit 1773) mit dem Juristen und Schriftsteller
Johann Georg Schlosser (1739-1799). Zwei Töchter: Maria Anna
Louise (auch: Louisa), gen.
Lulu, Schlosser (seit 1795 verh. Nicolovius, 1774-1811); Catharina Elisabeth
Julie (auch: Julia), gen.
Juliette, Schlosser (1777-1793).
Die Familie G. gehörte in der Reichsstadt Ffm. zum gehobenen Bürgertum, wenn auch nicht zum Patriziat, wie es später
Johann Wolfgang G. in Weimar gern darstellte, und war durchaus wohlhabend. Der Vater, der Wirkliche Kaiserliche Rat
Johann Caspar G., lebte bereits seit 1745 – obwohl nicht ganz freiwillig – als Privatier vom ererbten Familienvermögen und konnte Frau und Kindern finanzielle Sicherheit und einen kultivierten Lebensstandard bieten.
Cornelia G. wurde am 7.12.1750 abends um acht Uhr in ihrem Elternhaus im Großen Hirschgraben (später Lit. F 74, dann Nr. 23) geboren und am folgenden Tag dort („privatim“) von Pfarrer
Johann Philipp Fresenius evangelisch-lutherisch getauft. Paten waren Cornelia G., geb. Walther, verw. Schelhorn (1668-1754), die Großmutter väterlicherseits, und Friederich Christian Hoffmann (1704-1771), Hochfürstlich Hessen-Darmstädtischer Obristleutnant, ein entfernter angeheirateter Verwandter mütterlicherseits, der dem Kind wohl nicht viel mehr als den zweiten und dritten Vornamen mitgab. Schon bei der Taufe wurde er in Abwesenheit durch die andere „Gevatterin“, also die Großmutter G., vertreten.
Zum Zeitpunkt der Geburt von Cornelia, ihrem zweiten Kind, waren die Eltern etwas mehr als zweieinviertel Jahre verheiratet. Der Vater war 40, die Mutter 19 Jahre alt. Die Eltern stammten nicht nur aus zwei Generationen, sondern waren auch von sehr unterschiedlicher Wesensart. Die Mutter war lebenslustig, temperamentvoll und impulsiv; die dunklen Stunden, die sie in ihrem Leben hatte, konnte sie mit einem ihr eigenen emotionalen Pragmatismus meistern. Der Vater war eine eher sachliche Natur mit einer dezidiert lehrhaften Veranlagung. Sein privilegierter Stand als Privatier erlaubte es ihm, diesen Hang zum Pädagogischen in der Familie auszuleben, zunächst an seiner jungen Frau, dann an seinen Kindern. Unter der oft unerbittlichen Konsequenz und Strenge in der (schulischen) Erziehung litt Cornelia später sehr, und sie sperrte sich dagegen. Doch eigentlich liebte der Vater die Tochter (sein „Cornelgen“) über alles, und er verwöhnte sie auch. So bekam schon die Vierjährige ein erstes Schleppenkleid, und die Sechsjährige erhielt einen pelzbesetzten Rock für 48 Gulden (was zwei Jahreslöhnen eines hochgestellten Dienstboten entsprach), wie im Haushaltungsbuch von
Johann Caspar G. dokumentiert ist. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter dagegen scheint eher kühl gewesen und mit den Jahren immer kühler geworden zu sein. Verbindend zwischen
Catharina Elisabeth und Cornelia G. hätte die Liebe zur Musik, die beiden ein „Lebenselixier“ war, wirken können.
Für die Versorgung der Säuglinge und Kleinkinder wurden im Hause G. eine Amme und Kindermägde beschäftigt. Die junge Mutter spielte und sang jedoch gern mit den (kleinen) Kindern, wie
Catharina Elisabeth G. selbst aus der Erinnerung in ihren Briefen schildert, und vor allem erzählte sie ihnen „Anmuthige Geschichten, schöne Mährlein“, zumal sie „das geplauder“ als ihr besonderes Talent und ihre Stärke ansah. (Zit. aus Briefen von Catharina Elisabeth Goethe nach Goethe: Briefe aus dem Elternhaus 1997, S. 611 u. 724.) Im November 1752 hatten
Wolfgang und Cornelia ein Brüderchen, Jacob, bekommen; bis zu dessen Tod im Alter von sechs Jahren im Januar 1759 wuchsen die Geschwister G. zu dritt auf. Drei der folgenden Geschwister starben im Säuglings- oder Kleinkindalter, und eine Schwester kam 1756 tot zur Welt. Cornelia war zehn Jahre alt, als am 18.2.1761 der im Alter von acht Monaten gestorbene Bruder Georg Adolph und damit das letzte ihrer fünf jüngeren Geschwisterkinder begraben wurde.
Im Mai 1753, im Alter von zweieinhalb Jahren, wurde Cornelia in die Spielschule von Maria Magdalena Hoff (1710-1758) geschickt, die ihr älterer Bruder bereits seit einem Jahr besuchte; später (ab September 1754) ging auch ihr jüngerer Bruder dorthin. Es war eine Ganztagsschule. Die Kleine wurde morgens von einem Diener dorthin begleitet, zum Mittagessen nach Hause geholt und nachmittags wieder in die Spielschule gebracht. Sie lernte dort Schreiben, Lesen und Rechnen. Die Mädchen sollten in dieser Schule eigentlich „nur“ zum Stricken (und vielleicht auch in anderen Handarbeiten) angeleitet werden, aber Cornelia interessierte sich offenbar für den Unterricht der Jungen, was durchaus im Sinne ihres Vaters gewesen sein dürfte. Außerdem wurden den Kindern biblische Geschichten erzählt, und es wurde ihnen aus volkstümlichen Erbauungsbüchern vorgelesen. Eines der frühesten bekannten Geschenke an die Kinder G. ist das Puppentheater, das laut Eintrag im Haushaltungsbuch des Vaters am 30.6.1754 erworben wurde (heute als Dauerleihgabe des HMF im Goethehaus in Ffm.). Es ist anzunehmen, dass Cornelia am Puppentheaterspiel beteiligt war, zumindest als Zuschauerin, wahrscheinlich aber auch als Akteurin.
Das Haus im Großen Hirschgraben, in dem
Wolfgang und Cornelia geboren worden waren und aufwuchsen, hatte die Großmutter Cornelia G. 1733 als Wohnhaus für sich und ihren Sohn erworben. Nach der Hochzeit 1748 hatte
Johann Caspar G. seine frisch angetraute Frau
Catharina Elisabeth hierher „heimgeführt“. Das Haus bestand eigentlich aus zwei gotischen Fachwerkbauten, die nur notdürftig miteinander verbunden waren. Es war verwinkelt, düster und daher „geeignet, Schauer und Furcht in kindlichen Gemütern zu erwecken“, wie
Johann Wolfgang G. in „Dichtung und Wahrheit“ (I. Teil, 1. Buch) schreibt. Nach dem Tod der Großmutter Cornelia G. 1754 ließ
Johann Caspar G. das Anwesen im Großen Hirschgraben grundlegend und großzügig umbauen. Während der einjährigen Bauzeit 1755/56 wurden die zwei, vermutlich sogar die drei ältesten Kinder zeitweise zu der Tante
Johanna Melber, der jüngeren Schwester der Mutter, gegeben, die mit ihrer Familie das Haus zum Eßlinger am Hühnermarkt bewohnte. Ihr Mann Georg Adolf Melber (1725-1780) führte dort eine Materialwarenhandlung, und das lebhafte Treiben am Markt mitten in der Altstadt, an das sich
Johann Wolfgang G. später in „Dichtung und Wahrheit“ (I,1) erinnert, dürfte alle Kinder G. beeindruckt haben. Im Frühjahr 1756 war das neue Haus im Großen Hirschgraben fertig, ein lichtes und komfortables Stadthaus im Rokokostil, das der stolze Bauherr
Johann Caspar G. den schönen Künsten widmete: Er nannte es das „Haus zu den drei Leiern“. Zu den 20 Räumen zählten eine Bibliothek, ein Gemäldekabinett und ein Musikzimmer. Cornelia bekam ein eigenes Zimmer im zweiten Stock des Hauses.
Im April 1756 wechselte die fünfjährige Cornelia von der Spielschule in das Roland’sche Institut. An dieser Lehranstalt des Franzosen Johann Nicolaus Roland (1720-?) wurde sie weiter im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet, erhielt ersten Französischunterricht, lernte Geografie, Zeichnen, die „galanten Wissenschaften“ (bekam also Anstandsunterricht). Gleichzeitig musste der Bruder
Wolfgang, der mittlerweile (ab 1755) eine Quartierschule besucht hatte, zu Hause bleiben, da er an Blattern (Pocken) erkrankt war. Erst nach Monaten, im November 1756, war er wieder genesen. Währenddessen hatte es sich wohl aus der Situation der Krankheit ergeben, dass der Vater ihm Unterricht erteilte, zunächst in Latein, und nach und nach Privatlehrer für die anderen Fächer verpflichtete. Ende Februar 1757 wurde die mittlerweile sechsjährige Cornelia aus dem Roland’schen Institut genommen. Zusammen mit ihren beiden Brüdern und manchmal auch mit einigen Nachbarskindern wurde sie künftig durch Privatlehrer und -lehrerinnen zu Hause unterrichtet.
Der
Rat G. ließ seinen Kindern eine umfassende Schulbildung angedeihen, wobei er keinen Unterschied zwischen Sohn und Tochter machte – was seinerzeit eine (sehr fortschrittliche) Ausnahme war. Latein und Griechisch lernte allerdings nur
Wolfgang in Vorbereitung auf das Universitätsstudium, das Mädchen noch versagt war. Insgesamt legte der Vater aber großen Wert auf Sprachunterricht, wofür er z. B. eigens Bildwörterbücher, damals eine Neuheit auf dem Buchmarkt, anschaffte. Gemeinsam lernten die Kinder Französisch, Italienisch und Englisch. Dazu kamen die „Realien“: Rechnen, Geometrie, Geschichte, Geografie und Naturkunde; außerdem Schönschreiben und Zeichnen, Musik (Klavier und Gesang) sowie Fechten, Reiten, Anstandslehre und Tanz. Cornelia erwies sich als sehr musikalisch, hatte eine schöne Stimme und erhielt daher bis kurz vor ihrer Verheiratung intensiven Musikunterricht. Sie sang gern zur Laute, und besonders das Klavierspielen machte ihr Freude. Neben ihren schulischen Aufgaben hatten die Kinder im Auftrag des Vaters weitere Pflichten zu erfüllen: So mussten sie die vom Vater angelegte Seidenraupenzucht betreuen und die Blätter mit den römischen Prospekten von der Italienreise des Vaters bleichen.
Die Einquartierung des Stadtkommandanten
Graf Thoranc nach der französischen Besetzung Fft.s zu Anfang Januar 1759 brachte Belastungen und Spannungen im Hause G. mit sich. Zugleich kamen aber Künstler ins Haus, die von
Thoranc mit zahlreichen Aufträgen bedacht wurden, u. a.
Johann Conrad Seekatz, dem eigens ein Atelier in
Wolfgangs ausgeräumtem Kinderzimmer eingerichtet wurde. Hier arbeitete der Maler wohl auch an dem Zyklus von zwölf Monatsbildern, den
Thoranc für seinen Familienwohnsitz in Grasse bestellt hatte (heute im Gartensaal des Goethehauses in Ffm.). Als Vorbild für die beiden Kinder auf dem Monatsbild für den April sollen die Geschwister
Wolfgang und Cornelia gedient haben, wobei die (eher rokokohaft stilisierte) Darstellung sicher keine Porträtähnlichkeit beansprucht. Dennoch mag das Bild symbolisch stehen für die Nähe zwischen Bruder und Schwester. Nach dem Tod des sechsjährigen Jacob, nur wenige Tage nach
Thorancs Einzug in die requirierten Räumlichkeiten im G.’schen Haus im Januar 1759, hatten sich die beiden ältesten Geschwister noch enger aneinander angeschlossen. Schon durch den geringen Altersunterschied von nur 15 Monaten und auch durch eine große äußerliche Ähnlichkeit waren sie zu ihrer Kinderzeit wie Zwillinge, die oft in ihrer eigenen Parallelwelt lebten. Nach dem Auszug von
Thoranc im Mai 1761 konnte die Familie G. wieder für sich in ihrem Haus sein.
Für die frühen Interessen von Cornelia gibt es einige Anhaltspunkte. Zur Lektüre der Kinder G. gehörten Abenteuerromane, heute meist eher vergessene Bücher, aber wahrscheinlich auch Defoes „Robinson Crusoe“ in deutscher Übersetzung. Dagegen wurde der „Messias“ von Klopstock, ein damals modernes und viel gelesenes Werk, vom Vater wegen der freien Versform nicht gelitten und daher nicht angeschafft. Ein Freund des Hauses steckte Mutter und Kindern das Buch heimlich zu, die es mit Begeisterung lasen.
Wolfgang und Cornelia unter sich deklamierten mit Vergnügen abwechselnd aus dem „Messias“ – bis zu der in „Dichtung und Wahrheit“ (I,2) geschilderten Szene aus dem Winter 1762. Der Barbier war gekommen, um den Vater zu rasieren, während die Kinder „auf einem Schemel hinter dem Ofen“ saßen und sich murmelnd mit und in Klopstocks Versen unterhielten. Doch plötzlich ließ sich Cornelia vom Pathos hinreißen und rief „laut, mit fürchterlicher Stimme,“ aus: „O wie bin ich zermalmt!“ – worauf der Barbier erschrak und dem Vater das Seifenbecken in die Brust goss. „Da gab es einen großen Aufstand, und eine strenge Untersuchung ward gehalten, besonders in Betracht des Unglücks, das hätte entstehen können, wenn man schon im Rasieren begriffen gewesen wäre.“ („Dichtung und Wahrheit“ I,2.) Um jene Zeit bewies Cornelia ihr schauspielerisches Talent auch als Darstellerin im Liebhabertheater. Im Haus des Schöffen
Johann Daniel von Olenschlager führten dessen jüngerer Sohn Johann Nicolaus von Olenschlager (1751-1820) und die Geschwister G. gelegentlich ein Schauspiel auf, wie die Tragödien „Canut“ von Johann Elias Schlegel und „Britannicus“ von Racine (letztere in französischer Sprache), worin Cornelia jeweils die weibliche Hauptrolle übernahm.
Belegt ist, dass Cornelia regelmäßig Konzerte besuchte. Am 25.8.1763 war die Familie G. in dem Konzert im Scharffensaal (auch: Scherffensaal) am Liebfrauenberg, bei dem Leopold Mozart (1719-1787) seine beiden Wunderkinder
Wolfgang Amadeus und Maria Anna, gen. Nannerl (1751-1829), präsentierte. Cornelia spielte ja selbst Klavier, bekam seit 1762 Klavierunterricht bei dem Kantor Johann Andreas Bismann (1715-1811) und übte täglich zwei bis drei Stunden. So erwarb sie im Lauf der Jahre eine außerordentliche Fertigkeit als Pianistin, und sie spielte und sang oft vor, wenn im Elternhaus Besuch kam. Der Vater sorgte dafür, dass ihr ein gutes Instrument zur Verfügung stand, das regelmäßig gestimmt und nötigenfalls repariert wurde. Im Januar 1769 schenkte
Johann Caspar G. der 18-Jährigen ein eigenes Instrument, einen modernen und kostbaren Flügel der bekannten Firma Friederici aus Gera, den Cornelia später, nach ihrer Heirat, auch mit nach Emmendingen nehmen würde.
Die enge Beziehung zwischen den Geschwistern
Wolfgang und Cornelia endete abrupt mit
Wolfgangs Wegzug zum Studium an der Universität Leipzig im Oktober 1765. Cornelia blieb allein in Ffm. zurück. Als Mädchen konnte sie trotz ihrer hervorragenden Ausbildung nicht studieren. Der Bruder weckte dennoch die trügerische Hoffnung in ihr, dass er sie nach Leipzig nachholen würde, was letztlich gar nicht umzusetzen gewesen wäre – aber Cornelia glaubte offenbar eine Weile lang daran und war nachher umso enttäuschter. Brieflich ließ sich die Beziehung zum Bruder kaum fortsetzen. Cornelias Briefe an ihn sind nicht erhalten.
Wolfgang schrieb ihr insgesamt zwölf Briefe in drei Jahren, den letzten im Oktober 1767, und dann fast ein Jahr lang gar nicht mehr. Er lebte inzwischen in einer anderen Welt, spielte sich in seinen Briefen mit einer gewissen Arroganz als Gelehrter auf und schulmeisterte die Schwester, ganz nach dem von Cornelia verhassten Vorbild des Vaters, wenn auch nicht ohne ironische Brechung.
Wolfgang schrieb Cornelia ihre Lektüre vor, verbot ihr den geliebten Roman „Geschichte Herrn Carl Grandison“ von Samuel Richardson (den sie sich jedoch nicht verbieten ließ), wollte sie nach seinen Vorstellungen erziehen. Geradezu grausam liest sich seine Antwort auf einen Brief der Schwester, in dem sie sich wehrte: „Ich kann nicht anders werden.“ Es müsse wohl eher heißen: „Ich will nicht anders werden“, meinte er. (Johann Wolfgang Goethe an Cornelia Goethe, Leipzig, 28.5.1766. Zit. nach Goethe: Goethe an Cornelia 1986, S. 59.)
Die Situation im Elternhaus während
Wolfgangs dreijähriger Abwesenheit in Leipzig dürfte mehr als angespannt gewesen sein. Zunehmend hatte Cornelia unter dem Zwang zum Lernen gelitten und dem Vater verübelt, dass er ihr damit die Freiheit nahm. Ihr Konflikt mit dem Vater spitzte sich nun weiter zu, zumal der Bruder als engster Vertrauter und Verbündeter fehlte. Auch wenn der Unterricht durch Privatlehrer für Cornelia (außer den Musikstunden und vielleicht auch dem Zeichenunterricht) mit dem Wechsel des Bruders an die Universität geendet haben dürfte, erhielt sie vom Vater weiterhin Aufgaben zugeteilt, um sich etwa im Schreiben und in den Fremdsprachen (Französisch, Italienisch, Englisch) zu üben; zudem wurde sie vom Vater in erheblichem Maße zu Schreibarbeiten für dessen Geschäfte herangezogen. Selbst das Klavierspielen wurde ihr durch stundenlanges Üben unter Aufsicht verleidet. Bei seiner Rückkehr aus Leipzig 1768 bemerkte der Bruder bald, dass Cornelia „ihre Härte“ in fürchterlicher Weise „gegen den Vater gewendet“ habe, „dem sie nicht verzieh, daß er ihr diese drei Jahre lang so manche unschuldige Freude verhindert oder vergällt, und von dessen guten und trefflichen Eigenschaften sie auch ganz und gar keine anerkennen wollte. Sie tat alles, was er befahl oder anordnete, aber auf die unlieblichste Weise von der Welt. Sie tat es in hergebrachter Ordnung, aber auch nichts drüber und nichts drunter. Aus Liebe oder Gefälligkeit bequemte sie sich zu nichts (…).“ („Dichtung und Wahrheit“ II,8.)
Am 1.9.1768 war
Johann Wolfgang G. ohne Studienabschluss und krank aus Leipzig in sein Elternhaus zurückgekehrt. Die folgenden Ffter Zeiten des Bruders gelten als Cornelias beste Jahre. Sie opferte sich in der Pflege des Schwerkranken auf, unterstützte den Bruder bei der schriftstellerischen Arbeit, gab ihm wichtige Anregungen und Ratschläge. Sie ermunterte ihn dazu, die Lebensgeschichte Götzens von Berlichingen zu dramatisieren, und nahm lebhaften Anteil an der Entstehung dieses Werks. Doch die Wunden in der Beziehung zum Bruder ließen sich offenbar auch nach dessen Heimkehr nicht ganz heilen. Bereits am 16.10.1768 begann Cornelia ein geheimes Brieftagebuch in französischer Sprache, eine „Correspondance Secrette“ für ihre Freundin Katharina Fabricius (später verh. Welcker, 1750-?) in Worms, der sie sich fast ein Jahr lang (bis zum 16.8.1769) anvertraute. Als roten Faden durch das Tagebuch zieht sie die Auseinandersetzung mit der ihr gesellschaftlich zugedachten Rolle als junger Frau, von der erwartet wurde, dass sie sich möglichst bald und gut verheiratete.
Mit der Konfirmation um die Jahreswende 1765/66 war Cornelia gesellschaftsfähig geworden. Sie ging gern zu den Zerstreuungen und Vergnügungen wie Gesellschaften, Konzerten und Bällen, die das gesellschaftliche Leben in der Stadt Ffm. vor allem in den Wintermonaten bot. Die Ruhe hatte „keine Reize“ für sie, wie sie in ihrem Tagebuch schrieb: „Ich liebe die Abwechslung, die Aufregung, das Getümmel der großen Welt und die lärmenden Lustbarkeiten.“ (Tagebucheintrag von Cornelia Goethe vom 22.5.1769. Zit. nach Cornelia Goethe: Briefe u. Correspondance Secrète 1990, S. 110.) Auch das Haus der Familie G. war gastlich und gesellig. Cornelia nahm nicht nur an den Freundestreffen des Bruders teil, sondern hatte auch ein eigenes Kränzchen mit ihren Freundinnen, wozu etwa Katharina Elisabeth, gen.
Elise, Bethmann (seit 1769 verh. Bethmann-Metzler, 1753-1813), die Schwestern Maria
Catharina Crespel (1749-1801) und
Francisca Jacobea Crespel (seit 1774 verh. Jaquet, 1752-1819), Elisabeth Catharina, gen.
Lisette, Runckel (später verh. Miltenberg, 1752-1815), Marie (auch: Maria) Henriette Schmiedel (seit 1787 verh. Crespel, 1753-1829) und die drei Kaufmannstöchter Stockum gehörten. In diesem Kreis trat Cornelia dominant und selbstbewusst auf, nicht zuletzt aufgrund ihrer Bildung, die sie in ihrem Tagebuch manchmal nicht ohne Arroganz auf andere junge Mädchen herabsehen ließ.
Inzwischen hatte Cornelia ein Problem, das sich ihr angesichts der gesellschaftlichen Erwartungen in Verbindung mit ihren eigenen Vorstellungen von einer Zukunft in der Ehe stellte: Sie litt unter ihrer vermeintlichen „Hässlichkeit“.
Johann Wolfgang G. schilderte das Äußere der Schwester aus der Erinnerung: „Sie war groß, wohl und zart gebaut und hatte etwas Natürlich-Würdiges in ihrem Betragen, das in eine angenehme Weichheit verschmolz. Die Züge ihres Gesichts, weder bedeutend noch schön, sprachen von einem Wesen, das weder mit sich einig war noch werden konnte.“ Was „ihr Gesicht aber ganz eigentlich entstellt“ habe, so dass „sie manchmal wirklich häßlich aussehen konnte“, sei die Frisurenmode des Rokoko gewesen. Die Manier, die Haare straff aus der Stirn zu ziehen und zu einer kunstvollen Hochsteckfrisur aufzutürmen, habe Cornelias hohe, stark gewölbte Stirn unvorteilhaft betont. („Dichtung und Wahrheit“ II,6.) Dass sie nicht dem zeitgenössischen Schönheitsideal der lieblichen Anmut entsprach, machte Cornelia schwer zu schaffen. Einmal, so berichtete sie ihrem Tagebuch, ging sie zwanzigmal die Treppe von ihrem Zimmer hinab – und schlich zwanzigmal zurück, weil sie sich nicht traute, den beiden im Empfangszimmer wartenden Leipziger Kommilitonen ihres Bruders gegenüberzutreten. Vor großen gesellschaftlichen Ereignissen regte sie sich so auf, dass sie einen üblen roten Ausschlag im Gesicht bekam.
Insgeheim war Cornelia verliebt in den jungen Engländer Arthur, gen. Harry, Lupton (1748-1807), den Sohn eines Tuchfabrikanten aus Leeds, der sich seit 1764 in Ffm. aufhielt und als Konversationspartner für die Geschwister ins Haus G. gekommen war. Im Oktober 1768 kehrte Lupton nach England zurück, ohne sich von Cornelia zu verabschieden. Sie glaubte daraufhin, „für immer der Liebe entsagen“ zu müssen. (Vgl. Tagebucheintrag von Cornelia Goethe vom 13.11.1768. Zit. nach Cornelia Goethe: Briefe u. Correspondance Secrète 1990, S. 70.) Ihre relativ moderne (und seinerzeit gesellschaftlich nicht konforme) Vorstellung von einer ehelichen Verbindung in gegenseitiger Liebe gab Cornelia aufgrund ihrer äußeren Erscheinung für sich auf: „Sie werden schon gehört haben“, schrieb sie der Freundin in ihrem geheimen Tagebuch, „daß ich viel auf ein einnehmendes Äußere gebe, doch vielleicht wissen Sie noch nicht, daß ich es für unbedingt notwendig halte zum Lebensglück, und daher glaube, daß ich niemals glücklich sein werde. (…) Es ist offensichtlich, daß ich nicht immer Mädchen bleiben kann, überdies wäre es sehr lächerlich, sich das vorzunehmen. Wenn ich gleich seit langem die romanhaften Vorstellungen von der Ehe aufgegeben habe, so konnte ich doch niemals eine erhabene Idee von der ehelichen Liebe auslöschen, jener Liebe, die nach meinem Urteil allein eine Verbindung glücklich machen kann. Wie kann ich eine solche Glückseligkeit erhoffen, da ich gar keinen Reiz besitze, der zärtliche Empfindungen wecken könnte. Werde ich einen Mann heiraten, den ich nicht liebe? Dieser Gedanke flößt mir Abscheu ein, und doch wird das der einzige Ausweg sein, der mir bleibt, denn wo sollte ich einen liebenswerten Mann finden, der an mich dächte.“ (Tagebucheintrag von Cornelia Goethe vom 5.5.1769. Zit. unter leicht angepasster Kommasetzung nach Cornelia Goethe: Briefe u. Correspondance Secrète 1990, S. 107f.)
Letztlich war das Ziel einer Ehe für Cornelia vorgegeben, und die gemeinsame Zeit mit dem Bruder war endlich.
Johann Wolfgang G. ging schon jetzt immer wieder fort: zum weiteren Studium in Straßburg (März 1770 bis August 1771), dann zum Praktikum am Reichskammergericht in Wetzlar (Mai bis September 1772). Während
Wolfgang in Wetzlar war, verlobte sich Cornelia mit dem Juristen
Johann Georg Schlosser, einem Freund des Bruders, der zum Redaktionskreis der „Ffter gelehrten Anzeigen“ gehörte.
Wolfgang reagierte eifersüchtig und fürchtete kurz vor der Hochzeit: „Ich verliere viel an ihr, sie versteht und trägt meine Grillen.“ (Zit. nach Hopp/Maisak/Moering: Cornelia Goethe 2000, S. 31.)
Am 1.11.1773 heirateten Cornelia G. und
Johann Georg Schlosser. Das Paar zog zunächst nach Karlsruhe, wenige Monate später nach Emmendingen im Markgräflerland, wo
Schlosser die Stelle als Oberamtmann erhalten hatte. Die Ehe hatte recht verheißungsvoll begonnen. Zumindest von
Schlossers Seite war es eine Liebesheirat gewesen, und Cornelia schrieb am 13.12.1773 aus Karlsruhe: „alle meine Hoffnungen, alle meine Wünsche sind nicht nur erfüllt – sondern weit – weit übertroffen. – wen Gott lieb hat dem geb er so einen Mann –“. (Cornelia Schlosser an Caroline Herder, Karlsruhe, 13.12.1773. Zit. nach Goethe: Briefe aus dem Elternhaus 1997, S. 389.) Doch schon bald trübte sich das Verhältnis zwischen den Eheleuten. Cornelia, die in ihrem Elternhaus nicht auf das Führen eines Haushalts vorbereitet worden war, fühlte sich den Anforderungen des großen Hauswesens in der Neuen Landvogtei in Emmendingen nicht gewachsen. Ihr Mann klagte, sie sei „auf einem besondern Fuß erzogen worden“, und wünschte ihr „etwas mehr Wirksamkeit und weniger Gefühl körperlicher Leiden. Jeder Wind, jeder Wassertropfen sperrt sie in die Stube und vor Keller und Küche fürchtet sie sich noch zu viel.“ (Zit. nach Hopp/Maisak/Moering: Cornelia Goethe 2000, S. 33.) Cornelia, die ihr erstes Kind erwartete, litt unter Schwangerschaftsbeschwerden und Rheuma. Zudem quälte sie, fern von Ffm., Familie und Freunden, die Einsamkeit. Vor allem der Bruder fehlte ihr: „(…) wir waren in allem Betracht mit einander verschwistert – und seine Entfernung fühle ich am stärcksten“, bekannte sie schon sechs Wochen nach der Hochzeit. (Cornelia Schlosser an Caroline Herder, Karlsruhe, 13.12.1773. Zit. nach Goethe: Briefe aus dem Elternhaus 1997, S. 389.)
Johann Wolfgang G. kümmerte sich jedoch kaum noch um die Schwester, von der er sich verraten fühlte; er besuchte sie nur einmal für zehn Tage im Frühjahr 1775 in Emmendingen, als es sich auf der Durchreise in die Schweiz schwerlich umgehen ließ, und beauftragte ansonsten seine Freunde und Bekannten, ihr doch zu schreiben.
Nach der Geburt ihres ersten Kindes, der Tochter Maria Anna
Louise, gen. Lulu, am 28.10.1774 verfiel Cornelia in „Kranckheit und eine Art von Melancolie“, wie sie selbst später schrieb. Fast zwei Jahre lang habe sie im Bett gelegen, „ohne im Stand zu seyn sich selbst nur einen Strumpf anzuziehen“. (Cornelia Schlosser an Johann Christian Kestner, Emmendingen, 6.1.1776. Zit. nach Goethe: Briefe aus dem Elternhaus 1997, S. 390f.) Offensichtlich litt Cornelia unter schweren Depressionen. Besuche – wie einmal vom Bruder oder gelegentlich von den Freunden Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792) und Johann Caspar Lavater (1741-1801) – gaben ihr nur kurzzeitig Auftrieb. Der Schweizer Arzt Johann Georg Zimmermann (1728-1795), eine europäische Berühmtheit, zu dessen Patienten die Zarin Katharina und Friedrich der Große zählten, kam 1775 nach Emmendingen, um sie zu behandeln. Im Januar 1776 hatte sie „wenig ganz trübe Stunden mehr“, konnte sich aber noch nicht um ihr Kind kümmern: „Mein Mädgen würde mir sehr viel Freude machen wenn ich mich mit ihm abgeben könnte, aber so muss ichs ganz fremden Leüten überlassen, welches nicht wenig zum Druck meines Gemüths beyträgt – Es ist sehr lustig und will den ganzen Tag tanzen, desswegen es auch bey jedem lieber als bey mir ist“, schrieb sie. (Cornelia Schlosser an Johann Christian Kestner, Emmendingen, 6.1.1776. Zit. nach: ebd., S. 391.)
Im Juni 1776 schien Cornelia genesen: „Nun siehts Gott sey Danck ganz anders aus“, berichtete sie an Charlotte von Stein, „ich finde überall Freude wo ich sonst Schmerzen fand und weil ich ganz glücklich binn befürchte ich nichts von der Zukunfft o meine beste wenn der Zustand dauert so ists der Himmel auf der Welt“. (Cornelia Schlosser an Charlotte von Stein, Emmendingen, Juni 1776. Zit. nach: ebd., S. 392.) Noch im Sommer wurde Cornelia jedoch erneut schwanger. Kurz nach ihrem 26. Geburtstag im Dezember 1776 ging es ihr so schlecht, dass sie in ihrem letzten erhaltenen Brief nur mutlos feststellen konnte: „Wir sind hier ganz allein, auf 30-40 Meilen weit ist kein Mensch zu finden; – meines Manns Geschäffte erlauben ihm nur sehr wenige Zeit bey mir zuzubringen, und da schleiche ich denn ziemlich langsam durch die Welt, mit einem Körper der nirgend hin als ins Grab taugt.“ (Cornelia Schlosser an Auguste Gräfin Stolberg, Emmendingen, 10.12.1776. Zit. nach: ebd., S. 394.) Am 10.5.1777 brachte sie ihre zweite Tochter zur Welt, der sie die Namen Catharina Elisabeth
Julie, gen. Juliette, gab und den Dichterfreund Jakob Michael Reinhold Lenz zum Paten bestimmte. Vier Wochen später starb Cornelia Schlosser, geb. G., in Emmendingen, wo ihr Grab auf dem Alten Friedhof erhalten ist.
Ihre Familie reagierte eher egozentrisch auf die Trauernachricht. Die Mutter
Catharina Elisabeth G. schrieb zu Cornelias Tod an Lavater: „(…) die arme Mutter hatte viel viel zu tragen, mein Mann war den gantzen Winter kranck, das harte zuschlagen einer Stubenthüre erschröckte ihn, und dem Mann muste ich der Todes Bote seyn von seiner Tochter die er über alles liebte – mein Hertz war wie zermahlt (…).“ (Catharina Elisabeth Goethe an Johann Caspar Lavater, Ffm., 23.6.1777. Zit. nach Catharina Elisabeth Goethe: Briefe 1996, S. 53.) „Dunckler zerrissner Tag“, notierte
Johann Wolfgang G. in Weimar in sein Tagebuch, nachdem er die Nachricht vom Tod der Schwester erhalten hatte. Drei weitere Tage gab er sich dem „Leiden und Träumen“ hin, bevor er wieder seinen Amtsgeschäften nachging.
Im September 1778 heiratete der verwitwete
Schlosser die ihm aus dem Ffter Goethekreis bekannte
Johanna Catharina Sibylla Fahlmer (1744-1821). Die vier Schlosser’schen Kinder, Louise, gen. Lulu, und Julie, gen. Juliette, aus der Ehe mit Cornelia sowie Cornelie
Henriette Francisca (seit 1809 verh. Hasenclever, 1781-1850) und Eduard (1784-1807) aus der Ehe mit Johanna, sah
Catharina Elisabeth G. alle als ihre „lieben Enckeleins“ an.
Porträt der Familie G. im Schäferkostüm (Ölgemälde von
Johann Conrad Seekatz, 1762) im Besitz der Klassik Stiftung Weimar, als Kopie (von
Hermann Junker, 1894) im Besitz des Freien Deutschen Hochstifts. Porträt (Kreide- und Rötelzeichnung von
Johann Ludwig Ernst Morgenstern, um 1772) im Besitz des Freien Deutschen Hochstifts. Porträt (Bleistiftzeichnung von
Johann Wolfgang G., 1773) auf einem Korrekturbogen des Schauspiels „Götz von Berlichingen“ im Besitz der Staatlichen Graphischen Sammlung München.
Briefe und Brieftagebuch („Correspondance Secrette“) von G. an Katharina Fabricius (1767-69) in der Universitätsbibliothek Leipzig (erstmals hg. v. Georg Witkowski 1903, dt. v. Melanie Baumann u. a. 1990).
Die Goetheforschung nahm Cornelia G., verh. Schlosser, zunächst nur als „die Schwester“ wahr. Erste Biographien publizierten die Literaturhistoriker Heinrich Düntzer (1813-1901) in dem Sammelband „Frauenbilder aus Goethe’s Jugendzeit“ (1852) und Georg Witkowski (1863-1939) als Monographie unter dem Titel „Cornelia die Schwester Goethes“ bei Rütten & Loening in Ffm. (1903, 2. Aufl. 1924). In den 1980er Jahren rückte Cornelia G. in den Blickpunkt der Frauen- bzw. Geschlechterforschung. Die Autorin Sigrid Damm (* 1940) veröffentlichte 1987 im Aufbau-Verlag in Berlin/Weimar und 1988 im Insel-Verlag in Ffm. die erzählerische Biographie „Cornelia Goethe“, die auf dem Buchmarkt sehr erfolgreich war. Zum 250. Geburtstag von Cornelia G. veranstaltete das Freie Deutsche Hochstift 2000/01 die Kabinettausstellung „‚ – wofür bin ich noch aufgespart? – ‘. Cornelia Goethe 1750-1777“ im Ffter Goethehaus.
„Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse” (CGC; bis 2000: Zentrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse; kurz: Cornelia Goethe Centrum für Geschlechterforschung) an der Johann Wolfgang G.-Universität in Ffm. Cornelia-G.-Preis, seit 2002 verliehen vom Förderkreis des Cornelia G. Centrums für Dissertationen und Habilitationen zur Frauen- und Geschlechterforschung.
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Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 256f.,
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