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Stern, Theodor

Stern, Theodor. Bankier. Kommunalpolitiker. Stifter. * 29.5.1837 Berlin, † 4.9.1900 Ffm.
S. entstammte einer alten Ffter jüdischen Familie. Sohn des Ffter Bürgers und Handelsmanns Julius S. (1807-1852) und dessen Ehefrau Louise, geb. Ellissen (1810-1864).
Nach Universitätsstudium trat S. in das Ffter Bankhaus Jacob S. H. Stern ein, dessen Mitinhaber sein Vater gewesen war. Unter der Leitung von ihm und seinem Geschäftspartner Otto Braunfels war das Bankhaus insbesondere mit Unternehmensfinanzierungen und Emissionsgeschäften erfolgreich und stieg zu einer der führenden deutschen Privatbanken auf. S. gehörte dem Zentralausschuss der Reichsbank seit dessen Gründung 1876 an.
Mitglied der Demokratischen Partei, später der Fortschrittspartei. Von 1873 bis 1900 Mitglied der Ffter Stadtverordnetenversammlung, zeitweise (1893) als stellvertretender Vorsitzender. Langjähriger Vorsitzender der Finanzkommission der Stadtverordnetenversammlung. Von 1886 bis 1900 Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags des (preußischen) Regierungsbezirks Wiesbaden in Wiesbaden und des Provinziallandtags der (preußischen) Provinz Hessen-Nassau in Kassel für den Stadtkreis Ffm.
Verschiedene Stiftungen für wohltätige und gemeinnützige Zwecke, u. a. für die Taubstummen-Erziehungs-Anstalt und die Albrecht-Dürer-Bibliothek. Mitte der 1880er Jahre veranlasste S. durch eine großzügige Schenkung den Bau des ersten Ffter Volksbrausebads auf dem Merianplatz in Bornheim (eröffnet 1888).
Nach S.s Tod stiftete seine Witwe Johanna Wilhelmina S., geb. S. (1839-1927), 1901 eine halbe Million Mark für Zwecke medizinischer Forschung. Die Stiftung wurde für den Bau des Theodor-S.-Hauses verwendet, eines Forschungsinstituts auf dem Gelände des späteren Universitätsklinikums.
Theodor-S.-Kai in Sachsenhausen. Theodor-S.-Stiftung, gegründet 1994 von der Ffter Sparkasse und dem Universitätsklinikum Ffm. zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, der öffentlichen Gesundheitspflege sowie von Wissenschaft, Forschung und Lehre im Bereich Medizin. Die Stiftung vergibt seit 1998 jährlich den „Theodor-S.-Stiftungspreis“ für außergewöhnliche Leistungen auf den Gebieten der medizinischen Forschung, Lehre und Krankenversorgung.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 433, verfasst von: Birgit Weyel (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Sabine Hock).
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Literatur:
                        
Jahrbuch der Ffter Bürgerschaft. Hg. v. Hans Trumpler u. Julius Ziehen (1925) bzw. Ludwig Landmann u. Hans Trumpler (1926). 2 Jahrgänge. Ffm. 1925-26.Jb. d. Ffter Bürgerschaft 1926, S. 128. | Maly, Karl: Die Macht der Honoratioren. Geschichte der Ffter Stadtverordnetenversammlung, Bd. I: 1867-1900. Ffm. 1992. (Veröffentlichungen der Ffter Historischen Kommission, Bd. XVIII/1).Maly: Stvv. I 1992, S. 130, 465-475 u. ö. | Schembs, Hans-Otto: Jüdische Mäzene und Stifter in Ffm. Hg. v. d. Moses Jachiel Kirchheim’schen Stiftung. Mit einer Einführung von Hilmar Hoffmann. Ffm. [Copyright 2007].Schembs: Jüd. Mäzene u. Stifter 2007, S. 140-142. | Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ffm. Um Ffm. verdiente Persönlichkeiten. Hg.: Stadtverordnetenvorsteher Paul Labonté. Ffm. 1988.Stvv. 1988, S. 42.
Quellen: Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Jürgs, Alexander: Eine jüdische Familie kehrt zurück. (...) Aus einem Weinhandel an der Ffter Judengasse ist im 19. Jahrhundert das Bankhaus Jacob S. H. Stern entstanden. (...) In: FAZ, 20.2.2026, Frankfurt, S. 3. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.425.
Internet: Hessische Biografie, Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Instituts für Landesgeschichte in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen. https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/11584Hess. Biografie, 14.3.2026.

GND: 1164048759 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit/Hock, Sabine: Stern, Theodor. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1338

Stand des Artikels: 17.7.1995